Spurensuche in Barcelona

Eine Woche in Barcelona: mariscos, pimientos al padron und grobes Salz.

Alte Männer sitzen vor Cafés. Wild gestikulierend erklären sie den Lauf der Welt. Kehlige katalanische Laute, melodisch und besonders. Im Raval schmale Gassen, Graffitis, kleine Läden, ein Barbier. Putz blättert von Wänden und bildet schöne Muster. Entsteht das Pittoreske immer nur aus Armut und Verfall? Auf einen Sherry in einer kleinen Bar. 

Die tapas am Markt sind so schmackhaft. Wir bitten den Taxifahrer am letzten Tag zu warten. Das Gepäck lassen wir im Auto und tauchen noch einmal ein in die Genüsse: Fisch, Schwertmuscheln und Meeresfrüchte, nie gesehen, nie benannt. Und dazu immer wieder pimientos al padron, grobes Salz. Noch ein Bier.

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Fotos: Eva Brandecker

seziert vom licht

Joachim P. Harms ist als Flaneur unterwegs und sammelt zarte und scharfe Wahrnehmungssplitter.
In kurzen Gedichtzyklen öffnen sich im Alltag ungewohnte Einblicke, spiegeln sich Szenen aus der Kindheit in neuem Licht. Fremdes fügt sich mit Vertrautem zu einem spannungsreichen Mosaik. Im Lachen der Nachbarin liegt eine Verheißung und zwischen Milchschaum und Wildhunden zeichnet der ›Voyeur‹ Bilder von kompromissloser Sinnlichkeit. Doch vor allem gewinnen in diesen »lyrischen skizzen« scheinbar unscheinbare Details an Leuchtkraft – wie das Gras, das aus einem Flaschenhals im Kies wächst.

Der 80-seitige Lyrikband erscheint Anfang Februar in der Reihe Poesie 21 und ist im stationären oder im Internet Buchhandel erhältlich.

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